Feedback von Vreni Renggli zur Manuellen Boeger-Therapie

Wie haben Sie die Manuelle Boeger-Therapie kennen gelernt?
Vorgeschichte: als Bauernkind mit etwa 7 Jahren habe ich mir die Heugabel durch den linken Fuss gestossen. 1977 erste Geburt mit Dammschnitt, 1979 zweite Geburt mit Dammschnitt und Unterbindungs-OP. Danach konnte ich nicht mehr ohne Schmerzen auf dem Bauch liegen. Und hatte eine „bucklige" Bauchdecke. 1988 Haemorrhoiden-Operation. 1990 Entfernung der linken Niere. Danach hatte ich immer das Gefühl, nicht richtig tief in den linken Lungenflügel und die linke Flanke zu atmen. 1997 waren es 3 Eingriffe im Mund unter der Zunge, wegen Steinen in der rechten Speicheldrüse. 1998 operative Entfernung der Drüse. Dabei wurde der Zungennerv „angekratzt". Seither habe ich Ameisenlaufen in der Zunge, sie wird schnell müde. Ein Gefühl, wie wenn ein Pfahl die Zunge festhält und ich drumherumrede. (Ich singe gerne, aber danach habe ich einen Klos im Hals. Ich muss mich dann zum Schlucken nach vorne und leicht zur Seite beugen.) Nach der Operation hatte ich starke Nackenschmerzen, weil die Naht runtergeklebt wurde. Etwa 2 Monate nach der Operation bekam ich starke Schmerzen vorne beim Kinn. Hatte das Gefühl, dass das ganze Gesicht auf die Brust runtergezogen wird. Der Arzt verschrieb mir Physiotherapie und Elektro-Therapie, sowie Laserbehandlungen. Dazu hatte ich noch Akkupunktur. Besserung gab es nur zeitweise. Nach 4 Jahren setzte ich die Therapiebesuche wegen eines Burnout's ab. War im Frühjahr 3 Wochen in Gais in der Klinik zur Reha. Trat als Abteilungsleiterin zurück und bekam eine neue Arbeit in einer anderen Abteilung. Die Schmerzen, vorallem im Schulterbereich, brachte ich nicht weg. Weder durch Massage, noch Wärme, Kälte war sehr unangenehm, konnte keine Pullover mit Kragen tragen, hatte das Gefühl zu ersticken, wenn ich nur ein Seidentuch um den Hals trug. In dieser Zeit fiel ich 1 mal wegen Glatteis auf den rechten Ellbogen und Schulter ein Jahr später passierte das Gleiche bei einem Winterspaziergang im Wald mit der linken Seite. Gebrochen war beide Male nichts. Aber es kamen neue Schmerzen dazu. Im Winter bin ich immer im Aquafit und das sollte die Beweglichkeit erhöhen. Ich kann sowieso nie stillsitzen. Seit Herbst 2002 war ich immer in physiotherapeutischer Behandlung in verschiedenen Praxen. Ich kam mir sehr oft wie ein Simulant vor, und ich zweifelte an mir selber. Im vergangenen Sommer waren die Schmerzattacken besonders schlimm. Ich hatte das Gefühl, dass der Hals platzt und gleichzeitig zugeschnürt ist. Der Notfallarzt diagnostizierte Angstattacken. Mein Hausarzt war nicht der gleichen Meinung. Er schickte mich ins Kurhaus nach Dussnang. Beim Eintrittsuntersuch stellte man eine Schiefhaltung fest. Sowohl nach vorn, wie auch zur Seite. Die Schultern sind nicht „gleich hoch". Dort machte man mich auf die Narben aufmerksam. Man begann wieder mit Laser die Narben zu lösen. Da erinnerte ich mich an einen Beitrag in der Zeitung an Herrn Boeger. Ich fragte meinen Hausarzt, ob er Herrn Boeger kennt und ob er mir die Therapie empfehlen kann. So kam ich endlich in seine Hände.

Haben sich Ihre Erwartungen hinsichtlich der MNT erfüllt?
Ja, sehr sogar.

Gab es "Überraschungen" für Sie durch die MNT?
Ja, mir wurden Verletzungen bewusst gemacht, die ich schon lange in der hintersten Schublade abgelegt hatte. Und ich staune, wie feinfühlig die Finger von Herrn Böger die einzelnen Vernarbungen aufgefunden haben. Kleine Einschnitte, z.B. von der Drainage, die aber tief unten so starke Verwachsungen gemacht hatten. Und es wurde mir bewusst, dass ich auch meine seelischen Blockaden angehen musste, damit die Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Wie fühlen Sie sich nach der MNT?
Nach den einzelnen Behandlungen kamen jeweils die Reaktionen. Wärme, Schmerzen etc. Gesamthaft geht es mir sehr gut.

Wie empfanden Sie das Lösen der Narben mit der MNT?
Nicht als angenehm. Es ist ein spitzer, zum Teil in die Tiefe ziehender Schmerz. Der löst sich je nach Verklebung mehr oder weniger rasch. Teilweise innert weniger Sekunden. Sollte jemand ein Wellness-Programm erwarten, wird er oder sie nicht auf die Kosten kommen. Das Beste aber ist: gelöst ist gelöst.

Was hat sich für Sie durch die MNT verändert?
Meine ganze Körperhaltung und Körpersprache, damit auch mein Selbstwertgefühl. Wenn ich meine Schmerzempfindung vor der Behandlung mit 100 Prozent ansehe, so bleiben mir jetzt noch etwa 10 Prozent. Dieser Schritt ist für mich ganz gewaltig. Mein ganzes Körperbewusstsein hat sich gebessert. Ich fühle mich freier. Der Bauch ist flacher.

Hatte die MNT auch positive Auswirkungen auf nicht behandelte Körperregionen?
Ja, ganz sicher. Ich hatte ja starke Schmerzen in der Schulter, behandelt wurde aber die Narbe von der Nierenoperation und die Bauchdecke. Wer denkt bei einer Sterilisations-Narbe am Bauch schon an Rückenschmerzen oder Verdauungsprobleme. Das rechte Knie konnte ich nicht gut beugen. Hier wurde die Behandlung an den Zehen/Fuss durchgeführt. Was mich zuerst sehr erstaunte, ich wäre nie auf die Idee gekommen, den Zeh behandeln zu lassen.

Bemerkungen
Dem Schicksal bin ich dankbar, dass es mich in die Praxis von Herrn Boeger geführt hat. Ich kann nicht behaupten, dass gar nichts mehr weh tut. Mein Schmerzempfingszentrum muss sich ganz einfach neu definieren und lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Nach fast 30 Jahre Schmerzen muss der Körper neu lernen. Ich bin froh, dass ich in der langen „Leidenszeit" fast keine Schmerzmittel genommen habe. Aber ich war oft fast am Verzweifeln und hätte ich nicht einen wirklich guten Hausarzt gehabt, weiss ich nicht was ich gemacht hätte. Allen Patienten wünsche ich MNT zum Lösen und Beseitigen der Leiden, einen Arzt mit Kenntnis und Interesse an dieser Therapieform und viele gute MNT-Therapeuten.

Vreni Renggli / 21.05.2008

 

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